März 2004
Presseerklärung
- Niedersächsisches
Bildungsbündnis
Gemeinsam lernen – Gemeinsam leben * GEW * GGG * Grundschulverband
* VBE
Pressegespräch von Elternvertretern und Bildungsbündnis
über den
Abbau von Stunden in Niedersachsens Grundschulen
Hannover, 16. März. 2004Massiver Protest von Eltern - Bildungsbündnis
stützt die Forderung der Elternvertreter
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Februar
2004
GEW legt Vorschläge
zur Neuordnung der Schulverwaltungsstruktur vor
Die Abschaffung der Bezirksregierungen und damit auch ihrer Schulabteilungen
bis Ende 2004 ist beschlossene Sache. Das Kultusministerium will jetzt
seine Vorschläge erarbeiten. Dazu soll eine Projektgruppe eingerichtet
werden.
Zu diesem Zeitpunkt hat die GEW Niedersachsen ihre Beschlüsse
zum einem Argumentationspapier verarbeitet. Die GEW Landesfachgruppe
Schulbehd?örden und GEW-Mitglieder der Schulbezirkspersonalräte
und des Schulhauptpersonalrats haben ihre Erfahrungen dabei aktiv
eingebracht.
Die GEW hat sich mit diesem Schreiben an den Niedersächsischen
Kultusminister, an die Abgeordneten im Kultusausschuss des Landestages
und an andere wichtige Vertreterinnen und Vertreter politischer Organisationen
gewandt. Die GEW möchte in den politischen Meinungsaustausch
mit ihnen treten.
Wir bitten die Mitglieder und Funktionärinnen und Funktionäre
der GEW in ihrem Wirkungsbereich über die Vorstellungen der GEW
zu informieren und über ihre Erfahrungen an die Organisation
zu berichten.
Februar 2004
Informationen der GEW Niedersachsen für GEW-Mitglieder
zu den Auswirkungen der anstehenden Veränderungen auf die Arbeit
der Grundschule in Niedersachsen
Stand 20.01.04
1. Wie die CDU / FDP Landesregierung die erfolgreiche pädagogische
Arbeit in den Grundschulen in Niedersachsen ignoriert:
Die Ergebnisse der internationalen Grundschule-Lese-Untersuchung
IGLU haben ergeben, dass auch die Grundschulen in Niedersachsend?
in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet haben und sich einmal mehr
als reformorientierte Schulen erwiesen haben:
- Die so oft gescholtene „Kuschelpädagogik“ der
Grundschule ist leistungsfähiger als der an Klassenarbeiten
und Noten und somit an Auslese orientierte Unterricht in der Sekundarstufe.
Man lernt eben besser, wenn man sich wohlfühlt und gerne lernt.
- Die Grundschule ist die Schulform mit den meisten Erfahrungen
an differenzierter Förderung, an problemlösenden und mitbestimmten
Lernen der Kinder. Genau dies ist das Erfolgskonzept. Deshalb liegen,
wie IGLU beweist, die Leistungen der Schülerinnen und Schüler
in den Grundschulen viel näher zusammen als die der 15-jährigen.
Damit ist die Grundschule ein Lernmodell für die weiterführenden
Schulen und nicht umgekehrt.
- Diese Grundschule hat in Niedersachsen die wenigsten Schuljahre.
Alle in der Bildung erfolgreichen Länder haben eine gemeinsame
Schulzeit von sechs bis neun Jahren. Alles spricht dafür, dass
das gemeinsame Lernen ohne Auslese auf verschiedene Schulformen
länger als vier Jahre dauern muss.
Eigentlich müsste man davon ausgehen können, dass Kultusminister
Busemann an diese erfolgreiche pädagogische Arbeit in den Grundschulen
in Niedersachsen an-knüpfen und die entsprechenden Schlussfolgerungen
ziehen würde. Leider ist das Gegenteil der Fall . So sieht das
neue Niedersächsische Schulgesetz vor, dass mit der Abschaffung
der Orientierungsstufen zum 31.07.04 die Lehrkräfte der Grund-schulen
d? eine Empfehlung darüber abgeben müssen, welche weiterführende
Schul-form – also Hauptschule, Realschule oder Gymnasium –
die Grundschulkinder nach Klasse 4 besuchen sollen. Die Erlasse „Die
Arbeit in der Grundschule“ und die „Schullaufbahnempfehlung
der Grundschule“ und die neue Versetzungsordnung werden zukünftig
eine Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit der Lehrkräfte in den
Grundschulen in Niedersachsen erschweren: