Tarif- und Besoldungsrunde 2012 (TVöD)

Erneut Warnstreiks im öffentlichen Dienst – über 20.000 auf Kundgebung in Hannover

Zu einer Großdemonstration sind am heutigen Montag über 20.000 Warnstreikende auf dem Opernplatz in Hannover zusammen gekommen. Die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen reisten mit über 200 Bussen aus ganz Niedersachsen und Bremen zu der zentralen Streikkundgebung ihrer Gewerkschaften ver.di, GdP, GEW und komba.

 

ver.di-Landesleiter Detlef Ahting sagte auf der Kundgebung: Der heutige Warnstreik ist ein klares und unmissverst ändliches Signal an die Arbeitgeber. Wer Milliarden für die Banken und deren Aktionäre ausgibt, auf Steuereinnahmen verzichtet und Steuergeschenke an Reiche und Vermögende macht, der darf das Geld für die gute und wichtige Arbeit der Beschäftigten nicht verweigern. Ich fordere die Arbeitgeber auf, zur nächsten Verhandlung ihr bisher nicht akzeptables Angebot deutlich zu verbessern, damit es zu einem vernünftigen Tarifabschluss kommt. Die Beschäftigten sind bereit, für ihre Forderungen auch weiter zu kämpfen!“

Der komba-Landesvorsitzende Peter Specke erklärte: „Das bisherige Angebot der Arbeitgeber reicht noch nicht einmal für eine halbe Tankfüllung im Monat mehr. Wir wollen keine Almosen, sondern eine gerechte Teilhabe für gute Arbeit. Zukunft braucht Perspektive. Perspektive heißt mehr Geld und Stärkung der Kaufkraft. Dafür werden wir gemeinsam entschlossen kämpfen.“

Die zweite Warnstreikwelle der Gewerkschaften wird sich bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 28./29. März durch alle Bundesländer fortsetzen. ver.di, GdP, GEW und dbb fordern 6,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro, sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden.

Am Warnstreik im öffentlichen Dienst beteiligten sich heute unter anderem Beschäftigte (Beispiele)

  • der Stadtverwaltungen Wilhelmshaven, Cuxhaven, Oldenburg, Osnabrück, Bremen, Osterholz, Lüneburg, Uelzen, Celle, Peine, Wolfsburg, Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter, Lehrte, Hannover, Hameln, Holzminden, Alfeld, Einbeck und Göttingen
  • von Krankenhäusern/Kliniken in Emden, Bremerhaven, Wolfsburg, Laatzen, Lehrte, Hannover und Hildesheim
  • der Nahverkehrsbetriebe in Hannover, Göttingen, Braunschweig, Goslar, Osnabrück und Hildesheim
  • von Kindertagesstätten in Bremen, Hannover, Braunschweig und Wolfenbüttel
  • der Müllabfuhr in Oldenburg, Bremen, Hannover und Salzgitter
  • der Sparkassen in Stade, Lüneburg, Hannover und Göttingen
  • der Stadtwerke Emden, Osnabrück, Hannover, Salzgitter und Braunschweig
  • der Jobcenter in Hannover und Hildesheim
  • der Wasser- und Schifffahrtsämter Bremerhaven und Cuxhaven
  • der Bundeswehr in Meppen
  • des Staatstheaters Hannover.