Zur Situation der Oberschulen

Die Gesamtzahl der neuen Oberschulen ist mit Beginn des Schuljahres 2012/13 auf 215 gestiegen, von denen 205 öffentliche Schulen sind. Unter den Oberschulen in freier Trägerschaft befinden sich neun ehemalige Konkordatsschulen. Die große Mehrheit der Oberschulen, nämlich 158, ist durch Umwandlung zusammengefasster Haupt- und Realschulen entstanden. Lediglich 26 Oberschulen führen einen Gymnasialzweig. Diese Zahlen finden sich in der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen („Was ist aus den Versprechungen des Kultusministers geworden?" – Landtagsdrucksache 16/5424).

Weiterlesen: Zur Situation der Oberschulen

Bessere Schule durch verkürzten Unterricht?

Alle, die mit Schule zu tun haben, wissen: Auch bei einer hundertprozentigen Unterrichtsversorgung kann keine Schule die pädagogischen Angebote organisieren, die Schüler-Innen heute brauchen. Die per Erlass zugewiesenen Stunden reichen gerade mal fürs Kerngeschäft: Unterricht nach Stundentafel, Vertretungsunterricht, unter Umständen einzelne Zusatzangebote am Nachmittag – aber nur, wenn es richtig gut läuft und keine personellen Ausfälle zu verzeichnen sind. Nur wenige Schulen sind so ausgestattet, dass sie z.B. mit Hilfe von Stunden für den „gebundenen Ganztag" und zusätzlichem pädagogischen Personal über den Kernunterricht hinaus pädagogisch attraktive AG-Angebote, Förder- oder Verfügungsstunden, Freiarbeit, Beratungs- oder Arbeits- und Übungsstunden anbieten können. Überall sonst gilt es, allein den Mangel zu verwalten.

Weiterlesen: Bessere Schule durch verkürzten Unterricht?

Unterricht (nicht nur in der Grundschule) anders denken

Loben motiviert
Seit Beginn der organisierten Schule werden SchülerInnen unterrichtet, damit sie etwas lernen, das sie vorher nicht konnten. In Deutschland hat es sich von Anfang an eingebürgert, dass falsche Lösungen von den Lehrkräften als Fehler bezeichnet werden. In schriftlichen Arbeiten gibt es negative Rückmeldungen für eine Leistung, die viele SchülerInnen noch nicht erbringen können. Viele Eltern sehen die Fehler als „selbstverschuldet" an. Auch „schwierige" Kinder können für ihr Verhalten oft noch nicht verantwortlich gemacht werden, weil ihnen Regeln aus dem Elternhaus nicht bekannt sind. Ebenso wie bei Falschschreibungen oder falschen Lösungen haben diese Kinder bestimmte Entwicklungsstufen nicht oder noch nicht sicher abgeschlossen.

Weiterlesen: Unterricht (nicht nur in der Grundschule) anders denken

Große Landtagsanfrage der SPD – eine kommentierte Zusammenfassung

Situation der Grundschulen

Zurückgehende SchülerInnenzahlen, Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaft, noch mehr Vielfalt durch unterschiedlichste Herkunftsländer, noch mehr Erziehungsaufgaben durch überforderte oder überehrgeizige Elternhäuser sowie äußere gesellschaftliche Forderungen nach größerer Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zum Druck der Schulträger, die Gebäude effizienter zu nutzen – dies alles bildete den Hintergrund der Großen Anfrage der SPD zur Situation der Grundschulen an die Landesregierung Ende 2011. Anfang Mai kamen die Antworten auf die 69 Einzelanfragen – ausgeführt auf 60 Seiten (Landtagsdrucksache 16/4287). Sie bieten einerseits interessante statistische Informationen, enthalten zum anderen Begründungen und Absichtserklärungen der Landesregierung zu vielen grundschulrelevanten Fragen der Zeit. Die Themenbereiche reichen von Schulgröße und Klassenfrequenzen über Ganztagsgrundschule, Inklusion, Eingangsstufe, Sprachförderung, Vergleichsarbeiten, Schulinspektion, Fach- und Religionsunterricht bis hin zur Personalstruktur.

Weiterlesen: Große Landtagsanfrage der SPD – eine kommentierte Zusammenfassung

Verlässliche Ganztagsangebote erhöhen die Bildungschancen der Kinder

Niedersachsen hinkt der Entwicklung hinterher

Zwei aktuelle Studien haben den Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland untersucht. Das zentrale Ergebnis der Studien lautet: Zwar arbeitet mittlerweile bundesweit jede zweite Schule als Ganztagsschule, aber es fehlt an übergreifenden Konzepten und Qualitätsstandards. Ganztagsschulen arbeiten bisher in höchst unterschiedlichen Organisationsformen und Typen: Offene, gebundene oder teilgebundene Ganztagsschulen, also Schulen mit freiwilliger bis verpflichtender Teilnahme, unterscheiden sich erheblich in Zeitstruktur, Kooperationsformen, Angeboten und individueller Förderung.

Weiterlesen: Verlässliche Ganztagsangebote erhöhen die Bildungschancen der Kinder