Wissenschaft

GEW informiert über Fragen zur sozialen Absicherung

Im Rahmen der bundesweiten GEW-Mitgliederwerbeprojekte hat die GEW Niedersachsen einen Schwerpunkt auf Studierende und Referendare gelegt. Ausgehend von der immer wieder zu beobachtenden Unkenntnis vieler Studierender über die Situation im Referendariat entwickelte Rüdiger Heitefaut, Gewerkschaftssekretär im Landesverband, ein Konzept zu Fragen der sozialen Absicherung im Referendariat. Es beinhaltet vor allem objektive Informationen zu den Themenbereichen Krankenversicherung, Haftpflicht, Dienstunfähigkeit und Besoldung im Referendariat. Im Gegensatz zu Versicherungsunternehmen, die ebenfalls versuchen, verstärkt Informationsveranstaltungen an den Hochschulen durchzuführen, gibt die GEW allgemeine Tipps und Hintergrundinformationen, ohne dabei Empfehlungen für bestimmte Versicherungen oder Unternehmen auszusprechen.

Neben den Fragen rund um die Sozialversicherungen werden häufig von den Studierenden auch Fragen zum Bewerbungsverfahren, zu der Ausbildung im Vorbereitungsdienst sowie den Einstellungsmöglichkeiten in Niedersachsen gestellt. Hinweise auf einen hohen Informationsbedarf, der weder von den Hochschulen noch vom Fachministerium ausreichend befriedigt wird. Die Rückmeldungen der Studierenden zeigen deutlich, wie groß ihr Informationsbedürfnis ist und wie sinnvoll sie daher das Angebot der GEW finden.

Bereits im vergangenen Wintersemester 2011/12 und auch im Sommersemester 2012 referierte Rüdiger Heitefaut an der Universität Lüneburg unter dem Titel „Menschen mit Klasse – soziale Absicherung im Referendariat". Über 130 Studierende nahmen an diesen Vorträgen teil, die in Kooperation mit dem Career Service der Lüneburger Universität angeboten wurden. Für das kommende Wintersemester 2012/13 ist bereits ein Nachfolge-termin vereinbart.

Wegen der guten Resonanz in Lüneburg wurde der Kreisverband Göttingen gebeten, eine ähnliche Veranstaltung an der Universität zu organisieren. Mit Unterstützung von Bernard Göbel von der dortigen GEW-Hochschulgruppe wurde am 11. Juli der Vortrag „Soziale Absicherung im Referendariat – speziell für Lehramtsstudierende" angeboten.

Trotz des nahen Semesterendes und einer Zeit am frühen Abend war der Hörsaal mit gut 100 Studierenden gefüllt. Die Veranstaltung dauerte fast zwei Stunden, in denen viele Fragen rund um das Referendariat angesprochen wurden. Die Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften und auch der AStA unterstützten die Veranstaltung.

Wichtige Erkenntnis der bisher durchgeführten Vorträge ist, dass die GEW vor Ort verantwortliche Personen benötigt, die die Verbindungen in die Hochschule haben, die Gegebenheiten kennen und die gezielte Werbung übernehmen. An einer Universität wie Göttingen, an der Lehramtsstudierende eine vergleichweise kleine und auf viele Fachbereiche aufgeteilte Gruppe darstellen, ist dies besonders wichtig.
Eine weitere Erkenntnis besteht darin, dass sich die GEW der Zielgruppe Studierende im Übergang von der Universität an das Studienseminar noch intensiver annehmen sollte. Als erster Baustein könnte an jeder lehrerbildenden Hochschule mindestens einmal im Jahr ein Vortrag zu Fragen rund um das Referendariat angeboten werden. Hierzu steht Rüdiger Heitefaut (r.heitefaut@gew-nds.de) gern zur Verfügung.

Die positive Mitgliederentwicklung sowohl bei den Studierenden als auch bei ReferendarInnen zeigt, wie wichtig gezielte und kontinuierliche Mitgliederwerbung ist – und dies nicht nur in Zeiten von Werbeprojekten, sondern als Daueraufgabe der gesamten GEW. So konnte die GEW Niedersachsen in 2012 nach vielen Jahren erstmals wieder die Marke von 30.000 Mitgliedern überschreiten. Einen wichtigen Beitrag hierzu haben auch die Aktivitäten an den Hochschulen geleistet.