Althusmann verweigert weiter gute Ganztagskonzepte

Rechtsbruch bei Ganztagsverträgen ist Ergebnis von bewusstem Handeln

„Die seit 2004 verantwortliche politische Spitze des Kultusministeriums muss für den tausendfachen Rechtsbruch, für den bewussten Einsatz von Scheinselbständigkeit bei der Nachmittagsbetreuung an Schulen, juristisch zur Verantwortung gezogen werden," fordert der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt anlässlich der Ergebnisse der Akteneinsicht, die die SPD-Kultusexpertin Frauke Heiligenstadt Anfang Mai vorgestellt hat. „Althusmann sollte aufhören, seine Amtsvorgänger in Schutz zu nehmen und deren Rechtsbruch durch seine Aktivitäten zu kaschieren." Das Einholen eines teuren externen Rechtsgutachtens und die Prüfungen der Ganztagsverträge durch die Schulbehörde dienten nur diesem Zweck und hätten nichts damit zu tun, für gute Ganztagsschulen zu sorgen.

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Arbeitszeitordnung Schule: Große Unzufriedenheit mit geringer Leitungszeit

Die Schulleiterinnen und Schulleiter und die übrigen FunktionsträgerInnen an den niedersächsischen Schulen sind unzufrieden mit dem unzureichenden Umfang der Erhöhung der Leitungszeit in der im Mai vom Landeskabinett beschlossenen Arbeitszeitordnung Schule. Bekanntlich wurden 180 Stellen aus der Unterrichtsversorgung umgewidmet und auf die 3.400 niedersächsischen Schulleitungen verteilt. Aus diesem Grunde hatte die GEW der Verordnung nicht zugestimmt und weitere Veränderungen eingefordert.

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Neuer Grundschulerlass enttäuscht: Diese Reformen gehören auf die Tagesordnung

Als ich den Entwurf für einen neuen Grundsatzerlass überflog, merkte ich, dass nur redaktionelle Anpassungen in Auftrag gegeben worden waren und nicht die Reformen, die zur Bewältigung der neuen Aufgaben notwendig sind, vor denen die Grundschule steht. Nun wird also Schulvorstand an die Stelle von Gesamtkonferenz geschrieben, die pädagogischen Ziele der Grundschule werden etwas angefettet und in die Sprache der Kompetenzorientierung umformuliert. Ach ja, vielleicht findet sich bei der Kooperation von Grundschulen und Kindergärten etwas Neues. Aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen.

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Alphabetisierung und Grundbildung für Erwachsene – eine gesellschaftliche Herausforderung

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„Funktionaler Analphabetismus betrifft mehr als 14 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung; das sind 7,5 Mio. Menschen" in Deutschland. Dies ist das schockierende Ergebnis der „Leo – Level One Studie" der Universität Hamburg, die vergangenes Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und für Schlagzeilen sorgte.*

Worum geht es genau? Das wollten auch die Erwachsenenbildner in Niedersachsen wissen und sie machten „leo" zum thematischen Schwerpunkt ihrer Mitgliederversammlung im
Dezember 2011. Die Mitverfasserin der Studie, Dr. Wibke Rieckmann, erläuterte als Referentin eindrucksvoll und anschaulich Verfahren und Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit.

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Nun reicht’s, Herr Althusmann! GEW lehnt länderübergreifendes Abitur ab

Ende Februar teilte der niedersächsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann mit, dass ab 2014 in sechs Bundesländern in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik gemeinsame Aufgaben bzw. Aufgabenteile in der ländereigenen Abiturprüfung gestellt werden. Die Prüfungstermine seien zu vereinheitlichen. Im April dieses Jahres würden den Schulen die ersten Musteraufgaben zur Verfügung gestellt. Im Herbst 2013 sei im dritten Kurshalbjahr in den drei Fächern eine zentral festgelegte Klausur mit gemeinsamen Aufgaben bzw. Aufgabenteilen zu schreiben, bevor dann im Frühjahr 2014 das ländergemeinsame Abitur geschrieben wird. Neben Niedersachsen beteiligen sich die CDU-dominierten Länder Bayern, Sachsen und Schleswig-Holstein, außerdem Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

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