Niedersächsische Bildungscloud (NBC)

2019-02-14
Niedersächsische Bildungscloud (NBC)
Beschluss des GEW-Landesvorstands
Für den Fall, dass eine zentrale Cloud genutzt werden soll, setzt sich die GEW Niedersachsen dafür ein, dass

- die Landesregierung das Projekt der Niedersächsischen Bildungscloud finanziell hinreichend ausstattet, um angemessene Gelingensbedingungen zu gewährleisten.

- die Niedersächsische Bildungscloud vollumfänglich als eine Landescloud konzeptioniert wird und als eine solche verbleibt. Es ist zu gewährleisten, dass die Landescloud für die Zukunft hinreichend ausgestattet, finanziert und weiterentwickelt wird, um sie allen Schulen in Niedersachsen anzubieten. Voraussetzung ist, dass die Nutzerdatenverwaltung hoheitliche Aufgabe verbleibt.

- das Prinzip der Pseudonymisierung anfallender Daten konsequent in der Softwarearchitektur verfolgt wird. Die Anschlussfähigkeit der gesammelten Daten für eine Auswertung durch Dritte (nicht die/der Nutzer/in, nicht das Land Niedersachsen) muss ausgeschlossen werden.

- der Projektprozess flankiert wird durch ein „kontinuierlich-begleitendes Entwicklungsgespräch“ über die Umsetzung der Mitbestimmung auf allen Ebenen – Schulen, Regionalabteilungen der Landesschulbehörde und Kultusministerium. Der Schulhauptpersonalrat soll angehalten werden, als Schlussstein des Entwicklungsgesprächs und -prozesses eine Dienstvereinbarung mit dem Kultusministerium zur Nutzung der Landescloud durch die niedersächsischen Schulen abzuschließen, ergänzt durch weitere Dokumente und Vorlagen wie ein Berichtigungskonzept zur Administration, eine Musterdienstvereinbarung für Schulpersonalräte etc.

- im Rahmen des Projektes eine Konzeption zur umfassenden Lehrer*innenfortbildung entwickelt wird.

- als ein Zweig des Entwicklungsprozesses der Niedersächsischen Bildungscloud die Frage nach dem „Wie?“ der digitalen Kommunikation in Schule als demokratischer Gestaltungsprozess mitbetrachtet und als solcher als Kernaufgabe schulischer Entwicklungsarbeit konzeptionell eingebunden wird.