Eigenverantwortliche Schule

Änderung des Erlasses „Übertragung erweiterter Entscheidungsspielräume an Eigenverantwortlichen Schulen“

Anhörungsverfahren

Eine Änderung des sogenannten Deregulierungserlasses, der die Spielräume der Eigenverantwortlichen Schule regelt, befindet sich zurzeit im Anhörungsverfahren. So soll zukünftig der Beschluss des Schulvorstandes den gemeinsamen Unterricht der Haupt- und Realschule in den Schuljahrgängen 5 bis 7 für alle Fächer bis auf Deutsch, Mathematik und 1. Fremdsprache ermöglichen.

 

Außerdem sollen die Realschulen die Möglichkeit erhalten, berufsorientierende Maßnahmen in zeitlich größerem Umfang als bisher durchzuführen, d. h. bis zu 45 Arbeitstagen. Dies entspreche, so das Kultusministerium, den Wünschen von Schulen und von der Wirtschaft und eröffne Realschulen auch die Möglichkeit der Einrichtung eines weiteren Schwerpunktes, beispielsweise in technischer Bildung, sowie eines weiteren Betriebspraktikums.

Der Erlass „Besuche von Politikerinnen und Politikern in der Schule“ wird dagegen aus dem Entscheidungsspielraum der Schule zurückgenommen, um eine gleiche Handhabung und die parteipolitische Neutralität in allen Schulen in den 4 Wochen der sogenannten „heißen Phase“ vor der Wahl zu gewährleisten. EuW wird in der nächsten Ausgabe über die Stellungnahme der GEW berichten.