Kinder- und Jugendhilfe

Schulsozialarbeit: Forschungsumfrage bei allen niedersächsischen Schulen

Wissenschaftlerinnen der HAWK Hildesheim stellen erstmals Daten für das gesamte Land zusammen / E-Mail-Umfrage gestartet / GEW unterstützt das Projekt

Alle niedersächsischen Schulen haben in den letzten Wochen Tagen elektronische Post mit Zugangsdaten zu einem Online-Fragebogen erhalten Hintergrund ist ein Forschungsprojekt zum Thema Schulsozialarbeit. Wissenschaftlerinnen der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim möchten alle sozialpädagogischen Fachkräfte befragen. Die GEW Niedersachsen unterstützt das Forschungsvorhaben inhaltlich, politisch und materiell, auch um Schulsozialarbeit als wichtige Landesaufgabe weiter einzufordern. Dies umso mehr als mim Koalitionsvertrag von Rot/Grün ein Ausbau der Schulsozialarbeit festgelegt wurde.

 

Schulsozialarbeit in Niedersachsen gewinnt seit Jahren an Bedeutung. Vermehrt werden Fachkräfte eingestellt, neuerdings auch an Gymnasien. Ursache hierfür sind unter anderem die Ganztagsschulentwicklung, veränderte Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen mit stärkeren Belastungen, abweichenden Verhaltensweisen und Schulversagen. Das Wissen über dieses Handlungsfeld der Jugendhilfe ist aber lückenhaft, da empirische Untersuchungen für Niedersachsen bislang nicht vorliegen. Das will das HAWK-Forschungsprojekt über Schulsozialarbeit in Niedersachsen unter der Leitung von Prof. Dr. Maria Busche-Baumann ändern. „In unserem Ziel der weiteren Professionalisierung und Etablierung von Schulsozialarbeit sind wir dabei auf die Erfahrungen, Sichtweisen und Erkenntnisse aus der Praxis angewiesen. Nur durch die Beteiligung von Experten aus der Praxis kann dies gelingen. Wir bitten deshalb um Unterstützung", betont Busche-Baumann.

Die Online-Befragung ist vor zwei Wochen gestartet worden. Alle Schulen in Niedersachsen wurden angeschrieben – außer die Schulen in Stadt und Region Hannover, da diese im Herbst vergangenen Jahres schon in einer Testphase befragt worden sind.

Die Schulleitungen bekamen eine E-Mail und wurden gebeten, online einen kurzen Fragebogen auszufüllen und darin Angaben zu den Rahmenbedingungen, Arbeitsinhalten und zum Bedarf von Schulsozialarbeit an ihrer Schule zu machen. Da es keinen landesweiten E-Mail-Verteiler für Schulsozialarbeiter/innen gibt, wurden die Schulleitungen zudem gebeten, den Link zum Fragebogen für das sozialpädagogische Personal an ihrer Schule weiterzuleiten.

Außerdem wurden die sogenannten Einstellungs-Träger wie Schulbehörden, öffentliche und freie Träger der Jugendhilfe angeschrieben und ebenfalls gebeten, den Fragebogen auszufüllen.

Bei dem Forschungsprojekt geht es um die inhaltliche Ausrichtung von Schulsozialarbeit, aber auch um die Beschäftigungsverhältnisse der Berufsgruppe.

Falls jemand keine E-Mail mit Fragebogen-Link erhalten hat und an der Befragung teilnehmen möchte, so kann er/sie sich in der Forschungsstelle Schulsozialarbeit an der HAWK melden. Die Internet-Adresse lautet: www.hawk-hhg.de/schulsozialarbeit