Bundesweite Studie: Lehrkräfte arbeiten länger als andere Beschäftigte / GEW fordert spürbare Entlastungen

Hannover, 29. Januar 2018: Nach einer neuen Studie der Georg-August-Universität arbeiten Lehrkräfte in Deutschland im Durchschnitt länger als vergleichbare Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Dies gefährde nicht zuletzt die Gesundheit vieler Betroffener. Im Schnitt arbeiten Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen, Gesamtschulen und Gymnasien 48:18 Stunden wöchentlich gegenüber der Vergleichsbasis von 46:38 Stunden, die sich rechnerisch ergibt, wenn man die 40-Stunden-Woche der Verwaltungsbeamten auf die Schulwochen umrechnet. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert eine umgehende Entlastung der Lehrkräfte.

Weiterlesen: Bundesweite Studie: Lehrkräfte arbeiten länger als andere Beschäftigte / GEW fordert spürbare...

GEW: Schulgesetznovelle zu Inklusion, Einschulung und Sprachförderung mit Licht und Schatten

Hannover, 24. Januar 2018: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen wendet sich gegen eine geplante Schulgesetzänderung, mit der die Umsetzung der Inklusion hinausgezögert würde.

 Am 24. Januar hatte die Landesregierung im Landtag eine Schulgesetznovelle vorgelegt, durch die Förderschulen Lernen länger - bis ins Jahr 2028 - Bestand haben können. „Es ist keine Lösung, die Umsetzung der inklusiven Schule zu verzögern. Statt Doppelstrukturen, die Personal und finanzielle Mittel binden, brauchen wir die konsequente Umsetzung der Inklusion“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth am Rande des Landtagsplenums.

Die Einrichtung von Kooperationsklassen oder entsprechenden Lerngruppen an Regelschulen, die ausschließlich von Kindern mit Förderbedarf besucht werden sollen, lehnt die GEW ebenso ab. „Diese Form von Separation wäre ein Rückschritt“, betonte Pooth.

Weiterlesen: GEW: Schulgesetznovelle zu Inklusion, Einschulung und Sprachförderung mit Licht und Schatten

GEW: Entlastung von Lehrkräften erster Schritt / Arbeitszeitverordnung muss dringend verändert werden

Hannover, 18. Januar 2018: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen sieht die Ankündigung von Kultusminister Grant Hendrik Tonne positiv, Lehrkräfte von Verwaltungsarbeiten zu befreien. Auch den Wegfall der bisherigen Schulinspektion, die von einer „Fokusevaluation" ersetzt werden soll, beurteilt die GEW als Schritt in die richtige Richtung. Allerdings bleiben aus ihrer Sicht Fragen offen.

„Es ist gut, dass die angeschobenen Vorhaben zur Entlastung der Schulen von Verwaltungstätigkeiten bei der Einstellung pädagogischer Mitarbeiter umgesetzt werden", sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. Auch dafür habe die GEW in den vergangenen Jahren gekämpft. „Als erste entlastende Maßnahme für Schulleitungen sieht die GEW das Vorhaben des Kultusministers positiv. Letztlich darf dieser Schritt jedoch keinesfalls die Novellierung der Arbeitszeitverordnung mit spürbaren Entlastungen für Lehrkräfte ersetzen!", betonte sie. Sie nehme den Minister beim Wort, dass es hierbei kein Entweder-oder geben werde.

Weiterlesen: GEW: Entlastung von Lehrkräften erster Schritt / Arbeitszeitverordnung muss dringend verändert...

GEW: Durch Streikrecht Beamtenstatus modernisieren

Hannover, 17. Januar 2018: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen erneuert ihre Forderung nach dem Streikrecht für verbeamtete Lehrkräfte.

Angesichts der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht vom 17. Januar 2018, bei der die GEW zwei Klagende aus Niedersachsen vertritt, setzt sich die Landesvorsitzende Laura Pooth für den Erhalt und die Modernisierung des Beamtenstatus´ ein. „Der Beamtenstatus könnte durch das Streikrecht zeitgemäß angepasst werden, ohne ihn aufgeben zu müssen. Die vermeintlichen Vorteile gehören vielfach leider der Vergangenheit an", sagte Pooth.

Weiterlesen: GEW: Durch Streikrecht Beamtenstatus modernisieren

GEW: Verlässlichkeit der Grundschule muss bleiben

Hannover, 20. Dezember 2017: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen weist den Vorschlag des Philologenverbandes entschieden zurück, die verlässliche Grundschule zeitweise auszusetzen. Der Vorsitzende Horst Audritz hatte am 20. Dezember im Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) wegen des akuten Lehrkräftemangels angeregt, Grundschulkinder im Bedarfsfall auch deutlich vor 13 Uhr nach Hause schicken zu können.

Weiterlesen: GEW: Verlässlichkeit der Grundschule muss bleiben