GEW kritisiert Althusmanns Bildungspläne / Taschenspielertricks und Rolle rückwärts?

Hannover, 24. Mai 2017: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen kritisiert die bildungspolitischen Pläne des CDU-Landesvorsitzenden Bernd Althusmann. Der Spitzenkandidat seiner Partei sagte am 24. Mai, er wolle nach der Landtagswahl 2018 bei der Inklusion eine Pause einlegen lassen und den Pflichtunterricht zulasten anderer Bereiche stärken.

„Herr Althusmann sitzt im Glashaus und wirft mit Steinen. Den heutigen Lehrkräftemangel, der maßgeblich zu niedrigerer Unterrichtsversorgung führt, hat er mitverschuldet, indem die damalige Regierung die Zahl der Studienplätze in der Vergangenheit gekürzt hat", erinnert der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt.

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GEW: Ungleiche Beteiligung der Schulformen muss korrigiert werden

Mehr Personal für Inklusion

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat am 10. Mai 2017 neue Daten zur Inklusion veröffentlicht. „Die Zahlen zeigen die Bedingungen, unter denen die Inklusion in der Sekundarstufe I aufwächst. Sie signalisieren zugleich erheblichen politischen Handlungsbedarf", erklärt Eberhard Brandt, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachen.

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GEW: Lehrkräfte-Entlastung muss kommen / Kampagne gestartet

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen fordert mit Blick auf die Landtagswahl eindeutige Signale der Politik zur Entlastung der Lehrkräfte und startet die Kampagne „Nach den Daten wollen wir Taten!".
„Die Wahlprogramme der Parteien dürfen nicht ohne Pläne zur Reduzierung der enormen Arbeitszeit unser Lehrerinnen und Lehrer verfasst werden", mahnt der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt. „Die Arbeitszeitstudie der Universität Göttingen weist nach, dass Lehrkräfte dauerhaft zu viel arbeiten und dies als erhebliche Belastung empfinden. Darum braucht es jetzt Bekenntnisse aller Parteien zugunsten einer klaren Entlastung", sagt er.

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Niedersachsen beim Gewerkschaftstag

Beim 28. GEW-Gewerkschaftstag in Freiburg ist Marlis Tepe mit großer Mehrheit in ihrem Amt als Vorsitzende am 8. Mai 2017 bestätigt worden. Die niedersächsische Delegation mit dem Landesvorsitzenden Eberhard Brandt gratulierte herzlich und wünscht ihr eine erfolgreiche Amtszeit. Nachdem der Gewerkschaftstag am 7. Mai vor allem den Geschäftsbericht sowie Regularien zum Tagungsablauf diskutierte hatte, folgten am 8. Mai weitere Wahlen sowie der Einstieg in die Antragsberatung. Mehr Informationen dazu sind im Internet unter www.gew.de, auf der Facebook-Seite der GEW sowie im Magazin „E&W" zu finden.

Christian Hoffmann

Gespräch des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften GEW, ver.di und GdP mit Finanzminister Schneider zu Besoldungsfragen

DGB und Landesregierung vereinbaren Verbesserungen bei der Besoldung in Niedersachsen

Am 26. April 2017 haben der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes ver.di, GdP und GEW mit Finanzminister Peter-Jürgen Schneider über die Übertragung des Tarifergebnisses der Länder auf die niedersächsischen Beamtinnen und Beamten beraten.

Der Tarifabschluss sieht eine Steigerung der Entgelte für Landesbedienstete um 2,0 Prozent (mindestens aber um 75 Euro) zum 1. Januar 2017 und um 2,35 Prozent zum 1. Januar 2018 vor. Das Land hatte bereits im Vorfeld eine Erhöhung der Besoldung der Beamtinnen und Beamten in Niedersachsen um 2,5 Prozent zum 1. Juni 2017 und um 2,0 Prozent zum 1. Juni 2018 beschlossen.

DGB und Landesregierung haben sich nun darauf verständigt, dass die Besoldung in Niedersachsen wesentliche Elemente des Tarifergebnisses widerspiegeln soll. Konkret wird für die Erhöhung der Besoldung ein tabellenwirksamer Mindestbetrag in Höhe von 75 Euro eingeführt. Die Besoldung steigt also zum 1. Juni 2017 um 2,5 Prozent, mindestens aber um 75 Euro.

Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB in Niedersachsen, erklärt: „Wir haben für die Beamtinnen und Beamten eine zusätzliche soziale Komponente erreicht, die in die Besoldungstabelle einfließt. Es ist uns sehr wichtig, die produktiven Gespräche mit der Landesregierung weiterzuführen!"

Detlef Ahting, Leiter des ver.di-Landesbezirks Niedersachsen-Bremen, hebt hervor: „ Mit dem Mindestbetrag von 75 Euro wird ein wichtiger Bestandteil des Tarifergebnisses übertragen, der sich auf eine große Anzahl der niedersächsischen Beamtinnen und Beamte positiv auswirkt. Dazu zählen viele wichtige Bereiche, wie die Feuerwehr und die Justiz."

Eberhard Brandt, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen lobt die Gesprächsbereitschaft und das Entgegenkommen des Finanzministers bei der sozialen Komponente für die Beamtinnen und Beamten. Dies sei auch ein Signal für die Stärkung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes in Niedersachsen. Dennoch blieben einige ungelöste Probleme, sagt Brandt: „Um den öffentlichen Dienst im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern zu stärken, muss auch über die Wiedereinführung einer Sonderzahlung geredet werden".

Dietmar Schilff, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen, sagt: „Die mit der Landesregierung erzielte Vereinbarung ist ein weiteres wichtiges und notwendiges Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten der Polizei. Zumindest unsere Kolleginnen und Kollegen der Besoldungsgruppe A 9 werden hier berücksichtigt. Das heißt aber auch, dass es weitere spürbare Verbesserungen für alle geben muss. Dafür ist es wichtig, im Dialog zu bleiben."

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