GEW: Warnstreikauftakt an Schulen in Niedersachsen gelungen

Tarif- und Besoldungsrunde 2017 bei den Ländern
Arbeitgeber sollen endlich ein Angebot vorlegen

In der Tarifrunde für den Öffentlichen Dienst der Länder haben am heutigen Mittwoch ca. 350 Beschäftigte an Schulen die Arbeit niedergelegt. Die sozialpädagogischen Fachkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und tarifbeschäftigten Lehrkräfte aus ca. 30 Schulen waren einem Aufruf der GEW Niedersachsen zu einem ganztägigen Warnstreik in der Tarifrunde 2017 bei den Ländern gefolgt.

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Schulen am 1. Februar im Warnstreik

Tarif- und Besoldungsrunde 2017 bei den Ländern
Streikkundgebung ab 13.00 Uhr in Hannover am Kröpcke

Am 1. Februar beteiligen sich Beschäftigte an Schulen in Niedersachsen an dem von der GEW ausgerufenen Warnstreik.

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Warnstreiks an Schulen in Niedersachsen am 1. Februar wahrscheinlich

Tarif- und Besoldungsrunde 2017 bei den Ländern

In der Tarifrunde für die Länder bereitet sich die GEW auf Warnstreiks vor. Die Arbeitgeber legten in der 1. Verhandlungsrunde am 18.1.2017 kein Angebot vor.

Sollte in der 2. Verhandlungsrunde am 30./31. Januar keine Einigung erzielt werden, so würden die Beschäftigten an den Schulen mit Aktionen und Warnstreiks deutlich auf ihre Forderungen hinweisen, sagte Rüdiger Heitefaut, GEW-Sekretär für Tarifpolitik. „Die GEW wird dann am 1. Februar mit Warnstreiks an ausgewählten Schulen in Niedersachsen eine passende Antwort geben", so Heitefaut weiter. An den Schulen können sich sozialpädagogische Fachkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und tarifbeschäftigte Lehrkräfte an Arbeitsniederlegungen beteiligen.

Hintergrund:
Die Gewerkschaften GEW, ver.di und GdP fordern für die Tarif- und Besoldungsrunde bei den Ländern 2017:

  • Erhöhung der Entgelte im Gesamtvolumen von 6,0% mit einer sozialen Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Ein¬führung einer weiteren linearen Erhöhung in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung. Die Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst soll an die bei den Kommunen (TVöD) angeglichen werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.
  • Erhöhung der Auszubildenden- und Praktikantenentgelte um 90€
  • Ausschluss sachgrundloser Befristungen

Das Tarifergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf die Beamt*innen übertragen werden. Die Gewerkschaften verhandeln bundesweit für insgesamt 800.000 Tarifbeschäftigte der Länder (außer Hessen) und rund 2, 1 Mio. Beamt*innen und Versorgungsempfänger*innen.

Tarifbeschäftigte an Schulen in Niedersachsen: ca. 18.000
Beamte im Schuldienst ca. 78.000

Ansprechpartner bei der GEW: Rüdiger Heitefaut 0179/2922394

Ein Zurück in der Inklusion kann und darf es nicht geben

Schema Integration

Es geht vielmehr darum, wie sie künftig ausgestaltet wird: 1.000 pädagogische Fachkräfte sofort einstellen

In der Anhörung zur Inklusion im Kultusausschuss des Niedersächsischen Landtags am 20.1.2017 erklärte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: „Ein Zurück in der Inklusion kann und darf es nicht geben. Deshalb lehnen wir die Anträge der CDU- und FDP-Fraktionen ab." Wenn die Förderschulen Lernen wieder ab Jahrgang 1 eingeführt würden, stünden für beide Systeme, Förderschulen und inklusive Schulen, noch weniger Lehrkräfte zur Verfügung als beim weiteren Aufwachsen der Inklusion und dem geplanten Auslaufen der Förderschulen Lernen.

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Schulinspektion und VERA

Aus für Output-Steuerung, Kennzahlen und Zielvereinbarungen

Die alte Schulinspektion wird es künftig nicht mehr geben. Die Vergleichsarbeiten (VERA) in den Schuljahrgängen 3 und 8 sollen bei reduziertem Arbeitsaufwand stark vereinfacht werden.
Diese ersten Ergebnisse des Dialogs des Kultusministeriums mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und anderen Organisationen der Lehrer*innen zur Auswertung der Online-Befragung stellte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am Freitag, den 25.11.2016 beim „Forum Eigenverantwortliche Schule" in Hannover vor.

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Hoch motiviert trotz schlechter Arbeitsbedingungen

GEW stellt Studie zur Belastung von Lehrkräften vor

Niedersächsische Lehrer*innen sind höher motiviert und identifizieren sich mehr als andere Berufsgrup¬pen mit ihrer Arbeit, obwohl sie ihre Arbeitsbedingungen, vor allem die Arbeitsintensität und Arbeitszeit, schlechter beurteilen. Dies wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich, ist aber der zentrale Befund der wissenschaftlichen Studie zur Belastung von Lehrkräften, die eine Gruppe von Wissenschaftlern der Georg-August-Universität Göttingen unter Leitung von Dr. Frank Mußmann am 24.10.2016 bei einer Pressekonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen in Hannover vorgestellt hat.

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Lehrkräfte erwarten Entlastung

lehrerstellen

GEW zur Einsetzung der Arbeitszeitkommission

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Eberhard Brandt beglückwünscht Reinhard Höptner und Helga Akkermann zu ihrer Bestellung als Vorsitzende der Arbeitszeitkommission, die Kultusministerin Frauke Heiligenstadt heute (Freitag, den 7. Oktober 2016) vorgestellt hat. „Es ist gut, dass Menschen mit dieser Berufs- und Lebenserfahrung die Aufgabe übernehmen; Menschen, die bekannt dafür sind, dass sie ihren eigenen Kopf haben."

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