• Kontext Wirtschaftspolitik
• GEW-Kampagne
• Gesamtschule in Niedersachsen
• Neue Termine RSS-Feed
• Schuljahresplaner • Wandplaner

05.09.2010
Benachteiligung jüngerer Angestellter - Vorlage zum EuGH

05.09.2010
Politik hat nichts gelernt – das Umverteilen von unten nach oben geht weiter

31.08.2010
Scharfe Kritik an Forderungen nach mehr Privatisierung

30.08.2010
Fahnenaktion "Frei leben – ohne Gewalt"

28.08.2010
DGB fordert vom Land mehr Engagement gegen Armut
      weitere Meldungen lesen


   

 

Berufliche Bildung


22. März 2007
Berufsschultag 2007

Erfolgreicher Berufsschultag 2007 in Hannover

 

Auch in diesem Jahr organisierte das Referat Berufliche Bildung und Weiterbildung der GEW eine landesweite Veranstaltung für Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer. Am 06. März fand im Raschplatz-Pavillon in Hannover der diesjährige Berufsschultag statt. Unter der Fragestellung „Arbeitsplatz BBS – Hauptgewinn oder Niete?“ versammelten sich über 130 Berufsschullehrkräfte, Studierende und Lehramtsanwärterinnen und –anwärter, um Veränderungen, Konzepte und Perspektiven an ihren Arbeitsplätzen zu erörtern. Die Auswirkungen der Eigenverantwortlichkeit mit einer gestärkten Rolle der Schulleitung wurden ebenso diskutiert wie die konkreten Arbeitsbelastungen vor Ort.


  Aufmerksames Plenum: 130 Berufs-schullehrkräfte, Studierende und Lehramtsanwärterinnen und –anwärter


Prof. Dr. Hanna Kiper bei ihrem Einführungsvortrag  


Der Vormittag stand im Zeichen des Vortrags von Prof. Dr. Hanna Kiper (Carl-von-Ossietzky-Universität
Oldenburg), die unter dem Titel „Arbeitsplatz BBS: Zumutung oder Chance?“ die besondere Situation der
Lehrkräfte an Berufsbildenden Schulen untersuchte.

Ausgehend von den speziellen gesundheitlichen Belastungen der Lehrkräfte an BBSen stellte sie wesentliche Trends der vergangenen 15 Jahre und deren Auswirkungen auf den Arbeitsplatz Berufsschule dar. Beispielhaft seien hier einige Aspekte des Referates aufgeführt.

Die Berufsschule ist stark abhängig von Entwicklungen in anderen Systemen (Handwerk, Industrie). Der Rückgang der Ausbildung im dualen System hat z.B. dazu geführt, dass die Teilzeitberufsschule innerhalb der Berufsbildenden Schulen zunehmend an Bedeutung verliert während die vollzeitschulischen Bildungsgänge weiter expandieren. Für eine immer größer werdende Gruppe von Jugendlichen stellt die Berufsbildende Schule vor allem ein Chancenverbesserungssystem - mit all den sich daraus ergebenden Schwierigkeiten - dar.

Zum anderen stehen die BBSen ständig in der Gefahr ihre Legimitation zu verlieren, wenn sie mit ihren
Curricula und ihrem Unterricht nicht auf den sehr raschen technologischen Wandel und die sonstigen
Veränderungen in der Berufswelt reagieren. Berufschullehrerinnen und Berufsschullehrer sind also im
besondern Maße zu lebenslangem Lernen aufgefordert.

Die Europäisierung der beruflichen Bildung wird die Berufsbildenden Schulen in naher Zukunft ebenfalls
vor große Herausforderungen stellen.

Die Anforderungen an Berufschullehrkräfte sind umfassend und komplex. Das Profil der Berufsschullehrerin/ des Berufschullehrers geht über das der Lehrkraft an allgemein bildenden Schulen weit hinaus, so Prof. Kiper.


Kurze Stärkung in der Mittagspause. Danach wurde die Arbeit in unterschiedlichen Arbeitsgruppen fortgeführt.  



Nach der Mittagspause wurden konkrete Aspekte des Arbeitsplatzes BBS in Arbeitsgruppen vertieft:

  • „Schwierige“ Schülerinnen – Wege zwischen Machtkampf und Resignation
  • Lösungen finden – Systemisches Denken und Handeln in der Schule
  • Lernangebote für Benachteiligte an Berufsschulen – vergebene Mühe oder sinnvoll
    leistbare Aufgabe des Lehrers / der Lehrerin?
  • „Früher war alles besser!“ – Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern heute
  • „Werk- statt - Schule“ – Eine Produktionsschule stellt sich vor
  • Außerbetriebliche Berufsausbildung – Sackgasse oder Rettung?







Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass die Veranstaltung nicht nur eine hilfreiche Bestandsaufnahme und Reflektion der gegenwärtigen eigenen Arbeitsplatzsituation war, sondern darüber hinaus auch wichtige konkrete Hilfen für die Bewältigung des Berufsalltages vermittelte.
Wesentliche Inhalte der Arbeitgruppen sowie der Einführungsvortrag von Prof. Dr. Kiper werden hier als Download zur Verfügung gestellt.


Einführungsvortrag Prof. Kiper: Download
Bericht zum Berufsschultag 2007: Download

AG Außerbetriebliche Berufsausbildung 1: Download
AG Außerbetriebliche Berufsausbildung 2: Download
AG Außerbetriebliche Berufsausbildung 3: Download
AG "Früher war alles besser" : Download
AG Produktionsschule 1: Download
AG Produktionsschule 2: Download
AG Produktionsschule 3: Download
AG Kiper Lernangebote: Download



 

 

 






   
   
 GEW Niedersachsen   •  Berliner Allee 16   •  30175 Hannover  •  Tel. 0511 - 338040  •  Fax 0511 - 3380446