Tarifrunde 2017 (Länder)

GEW: Warnstreikauftakt an Schulen in Niedersachsen gelungen

Tarif- und Besoldungsrunde 2017 bei den Ländern
Arbeitgeber sollen endlich ein Angebot vorlegen

In der Tarifrunde für den Öffentlichen Dienst der Länder haben am heutigen Mittwoch ca. 350 Beschäftigte an Schulen die Arbeit niedergelegt. Die sozialpädagogischen Fachkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und tarifbeschäftigten Lehrkräfte aus ca. 30 Schulen waren einem Aufruf der GEW Niedersachsen zu einem ganztägigen Warnstreik in der Tarifrunde 2017 bei den Ländern gefolgt.

Beschäftigte an Schulen in Hannover, der Region Hannover, Osterode, Goslar, Osnabrück, Nienburg, Hameln, Stolzenau sowie in Braunschweig, Wolfsburg und Peine bestreikten am Vormittag ihre Schulen und nahmen anschließend an der zentralen Warnstreikkundgebung in Hannover teil. 

Impressionen (Fotos: Richard Lauenstein und Rüdiger Heitefaut)

 

Am Kundgebungsort, dem Kröpcke, rief die stellvertretende Vorsitzende der GEW Niedersachsen Laura Pooth vor den Streikenden die Arbeitgeber dazu auf endlich ein Angebot für eine Lohnerhöhung vorzulegen. Sie kritisierte massiv die Haltung der Arbeitgeber. „In Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen auf Kosten der Beschäftigten zu sparen ist ein Skandal. Wir werden uns weiterhin vehement für eine gute Bezahlung stark machen", führte Pooth aus.

Sie wies auf die schlechten Arbeits- und Einkommensbedingungen der pädagogischen Mitarbeiter*innen und Schulsozialarbeiter*innen hin. „Zwangsteilzeit und befristete Verträge gehören endlich abgeschafft, um gute Arbeit an den Schulen leisten zu können", so Laura Pooth. Sie fordert die Länderarbeitgeber auf, die Bezahlung an die bei den Kommunen anzugleichen, sonst würden die Länderbeschäftigten auf Dauer abgehängt.

Rüdiger Heitefaut, Tarifsekretär der GEW, forderte die Streikenden am Ende der Kundgebung auf, sich in den Tagen vor der 3. Verhandlungsrunde auf weitere Streiks vorzubereiten. „Wir sehen uns bald wieder!", schloss er die Kundgebung.

Hintergrund:
GEW, ver.di und GdP fordern:

  • Erhöhung der Entgelte im Gesamtvolumen um 6,0%
  • Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 90 €
  • Ausschluss sachgrundloser Befristungen

Die 3. Verhandlungsrunde findet am 16./17. Februar 2017 statt.

Die Gewerkschaften verhandeln für insgesamt 1 Million Beschäftigte der Länder.
Tarifbeschäftigte an Schulen in Niedersachsen: ca. 18.000
Beamte im Schuldienst ca. 78.000

Ansprechpartner der GEW: Rüdiger Heitefaut, GEW Niedersachsen 0179/2922394