Unterricht (nicht nur in der Grundschule) anders denken

Loben motiviert
Seit Beginn der organisierten Schule werden SchülerInnen unterrichtet, damit sie etwas lernen, das sie vorher nicht konnten. In Deutschland hat es sich von Anfang an eingebürgert, dass falsche Lösungen von den Lehrkräften als Fehler bezeichnet werden. In schriftlichen Arbeiten gibt es negative Rückmeldungen für eine Leistung, die viele SchülerInnen noch nicht erbringen können. Viele Eltern sehen die Fehler als „selbstverschuldet" an. Auch „schwierige" Kinder können für ihr Verhalten oft noch nicht verantwortlich gemacht werden, weil ihnen Regeln aus dem Elternhaus nicht bekannt sind. Ebenso wie bei Falschschreibungen oder falschen Lösungen haben diese Kinder bestimmte Entwicklungsstufen nicht oder noch nicht sicher abgeschlossen.

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Große Landtagsanfrage der SPD – eine kommentierte Zusammenfassung

Situation der Grundschulen

Zurückgehende SchülerInnenzahlen, Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaft, noch mehr Vielfalt durch unterschiedlichste Herkunftsländer, noch mehr Erziehungsaufgaben durch überforderte oder überehrgeizige Elternhäuser sowie äußere gesellschaftliche Forderungen nach größerer Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zum Druck der Schulträger, die Gebäude effizienter zu nutzen – dies alles bildete den Hintergrund der Großen Anfrage der SPD zur Situation der Grundschulen an die Landesregierung Ende 2011. Anfang Mai kamen die Antworten auf die 69 Einzelanfragen – ausgeführt auf 60 Seiten (Landtagsdrucksache 16/4287). Sie bieten einerseits interessante statistische Informationen, enthalten zum anderen Begründungen und Absichtserklärungen der Landesregierung zu vielen grundschulrelevanten Fragen der Zeit. Die Themenbereiche reichen von Schulgröße und Klassenfrequenzen über Ganztagsgrundschule, Inklusion, Eingangsstufe, Sprachförderung, Vergleichsarbeiten, Schulinspektion, Fach- und Religionsunterricht bis hin zur Personalstruktur.

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Verlässliche Ganztagsangebote erhöhen die Bildungschancen der Kinder

Niedersachsen hinkt der Entwicklung hinterher

Zwei aktuelle Studien haben den Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland untersucht. Das zentrale Ergebnis der Studien lautet: Zwar arbeitet mittlerweile bundesweit jede zweite Schule als Ganztagsschule, aber es fehlt an übergreifenden Konzepten und Qualitätsstandards. Ganztagsschulen arbeiten bisher in höchst unterschiedlichen Organisationsformen und Typen: Offene, gebundene oder teilgebundene Ganztagsschulen, also Schulen mit freiwilliger bis verpflichtender Teilnahme, unterscheiden sich erheblich in Zeitstruktur, Kooperationsformen, Angeboten und individueller Förderung.

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Althusmann verweigert weiter gute Ganztagskonzepte

Rechtsbruch bei Ganztagsverträgen ist Ergebnis von bewusstem Handeln

„Die seit 2004 verantwortliche politische Spitze des Kultusministeriums muss für den tausendfachen Rechtsbruch, für den bewussten Einsatz von Scheinselbständigkeit bei der Nachmittagsbetreuung an Schulen, juristisch zur Verantwortung gezogen werden," fordert der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt anlässlich der Ergebnisse der Akteneinsicht, die die SPD-Kultusexpertin Frauke Heiligenstadt Anfang Mai vorgestellt hat. „Althusmann sollte aufhören, seine Amtsvorgänger in Schutz zu nehmen und deren Rechtsbruch durch seine Aktivitäten zu kaschieren." Das Einholen eines teuren externen Rechtsgutachtens und die Prüfungen der Ganztagsverträge durch die Schulbehörde dienten nur diesem Zweck und hätten nichts damit zu tun, für gute Ganztagsschulen zu sorgen.

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Arbeitszeitordnung Schule: Große Unzufriedenheit mit geringer Leitungszeit

Die Schulleiterinnen und Schulleiter und die übrigen FunktionsträgerInnen an den niedersächsischen Schulen sind unzufrieden mit dem unzureichenden Umfang der Erhöhung der Leitungszeit in der im Mai vom Landeskabinett beschlossenen Arbeitszeitordnung Schule. Bekanntlich wurden 180 Stellen aus der Unterrichtsversorgung umgewidmet und auf die 3.400 niedersächsischen Schulleitungen verteilt. Aus diesem Grunde hatte die GEW der Verordnung nicht zugestimmt und weitere Veränderungen eingefordert.

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