Besseres Lernen im Gymnasium und der Oberstufe

Vorschläge der GEW beim DialogForum „Gymnasium gemeinsam stärken!"

Auf dem von der Kultusministerin Frauke Heiligenstadt Anfang Juni einberufenen Dialogforum haben sich Eberhard Brandt und Henner Sauerland als Vertreter der GEW dafür eingesetzt, dass in der Sekundarstufe I des Gymnasiums und in der Oberstufe von Gymnasien und Gesamtschulen die Lehr- und Lernbedingungen wieder verbessert werden, so dass höhere Leistungen bei weniger Stress möglich werden.

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Was bringt das gemeinsame Abitur?

„Das gemeinsame Abi kommt" (Neue Presse), „Bald vergleichbares Abitur in ganz Deutschland", (Hannoversche Allgemeine), „Abitur bald überall gleich schwer" (Die Tageszeitung), „Abitur light adé" (Frankfurter Rundschau), „Kleiner Schritt zum Einheitsabitur (Süddeutsche)" - so titeln große Tageszeitungen am 20./21. Oktober 2012. Allenthalben wird beklagt, dass nun zwar ein wichtiger Schritt zur Vergleichbarkeit getan wäre, dass es aber im Grunde genommen mehr Zentralismus' in Deutschland bedürfe. Und es wird suggeriert, dass das Abitur in den Bundesländern bisher völlig unterschiedliche Niveaus habe. Barbara Dorn, Abteilungsleiterin für Bildung/Berufliche Bildung bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber (BDA), bekommt schließlich in den Tagesthemen viel Zeit, um ein gemeinsames Kernabitur zu fordern, in dem die gleichen Aufgaben zur gleichen Zeit überall in Deutschland gestellt werden sollen.

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Gut Ding will Weile haben

Wird das Sitzenbleiben abgeschafft?
Die rot-grüne Landesregierung will das Sitzenbleiben in Niedersachsen abschaffen, meldeten Frauke Heiligenstadt und Ina Korter, die bildungspolitischen Sprecherinnen von SPD und Grünen, mitten aus den Koalitionsverhandlungen und pünktlich zu den Halbjahreszeugnissen - und erlangten große Aufmerksamkeit in den Kollegien der niedersächsischen Schulen und bundesweit in den Medien. Die jährlich mehr als 14.000 WiederholerInnen in Niedersachsen sollten, so Korter, nicht länger persönlich gedemütigt werden.

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Zur Situation der Oberschulen

Die Gesamtzahl der neuen Oberschulen ist mit Beginn des Schuljahres 2012/13 auf 215 gestiegen, von denen 205 öffentliche Schulen sind. Unter den Oberschulen in freier Trägerschaft befinden sich neun ehemalige Konkordatsschulen. Die große Mehrheit der Oberschulen, nämlich 158, ist durch Umwandlung zusammengefasster Haupt- und Realschulen entstanden. Lediglich 26 Oberschulen führen einen Gymnasialzweig. Diese Zahlen finden sich in der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen („Was ist aus den Versprechungen des Kultusministers geworden?" – Landtagsdrucksache 16/5424).

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Bessere Schule durch verkürzten Unterricht?

Alle, die mit Schule zu tun haben, wissen: Auch bei einer hundertprozentigen Unterrichtsversorgung kann keine Schule die pädagogischen Angebote organisieren, die Schüler-Innen heute brauchen. Die per Erlass zugewiesenen Stunden reichen gerade mal fürs Kerngeschäft: Unterricht nach Stundentafel, Vertretungsunterricht, unter Umständen einzelne Zusatzangebote am Nachmittag – aber nur, wenn es richtig gut läuft und keine personellen Ausfälle zu verzeichnen sind. Nur wenige Schulen sind so ausgestattet, dass sie z.B. mit Hilfe von Stunden für den „gebundenen Ganztag" und zusätzlichem pädagogischen Personal über den Kernunterricht hinaus pädagogisch attraktive AG-Angebote, Förder- oder Verfügungsstunden, Freiarbeit, Beratungs- oder Arbeits- und Übungsstunden anbieten können. Überall sonst gilt es, allein den Mangel zu verwalten.

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