Schulsozialarbeit an Oberschulen

Fortschritt oder Mogelpackung?

Zu Beginn des Schuljahres 2011/12 haben die ersten 134 Oberschulen in Niedersachsen ihre Arbeit aufgenommen. Die kritischen Positionen der GEW zur Einrichtung und Ausgestaltung dieser Schulform fanden in der E&W regelmäßig ihren Platz. An dieser Stelle soll es nun um einen besonderen Aspekt der Oberschule gehen – die Schulsozialarbeit.

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Verlässliche Ganztagsangebote erhöhen die Bildungschancen der Kinder

Niedersachsen hinkt der Entwicklung hinterher

Zwei aktuelle Studien haben den Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland untersucht. Das zentrale Ergebnis der Studien lautet: Zwar arbeitet mittlerweile bundesweit jede zweite Schule als Ganztagsschule, aber es fehlt an übergreifenden Konzepten und Qualitätsstandards. Ganztagsschulen arbeiten bisher in höchst unterschiedlichen Organisationsformen und Typen: Offene, gebundene oder teilgebundene Ganztagsschulen, also Schulen mit freiwilliger bis verpflichtender Teilnahme, unterscheiden sich erheblich in Zeitstruktur, Kooperationsformen, Angeboten und individueller Förderung.

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Hoffnungsträger für die Ganztagsgrundschule?

Unabhängig davon, ob man Veröffentlichungen aus den 70er Jahren, die neue Bertelsmann-Studie oder die letzten Jahrgänge der E&W zur Hand nimmt: es finden sich viele gute Gründe für Ganztagsschulen. Auch wenn Niedersachsen bundesweites Schlusslicht im Ganztagsschulausbau ist, werden immerhin etwa ein Drittel der Grundschulen ab dem nächsten Schuljahr Ganztagsschulen sein. Nun fragen sich nicht nur Schulleitungen und Lehrkräfte, wie sie den Ganztag gestalten sollen, es fragen sich auch die „externen Partner" der Ganztagsschulen, wie das gehen kann. Wie kann es gelingen, den Bedürfnissen der Kinder im Ganztag zu entsprechen, und wie will man dies gemeinsam realisieren?

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Althusmann verweigert weiter gute Ganztagskonzepte

Rechtsbruch bei Ganztagsverträgen ist Ergebnis von bewusstem Handeln

„Die seit 2004 verantwortliche politische Spitze des Kultusministeriums muss für den tausendfachen Rechtsbruch, für den bewussten Einsatz von Scheinselbständigkeit bei der Nachmittagsbetreuung an Schulen, juristisch zur Verantwortung gezogen werden," fordert der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt anlässlich der Ergebnisse der Akteneinsicht, die die SPD-Kultusexpertin Frauke Heiligenstadt Anfang Mai vorgestellt hat. „Althusmann sollte aufhören, seine Amtsvorgänger in Schutz zu nehmen und deren Rechtsbruch durch seine Aktivitäten zu kaschieren." Das Einholen eines teuren externen Rechtsgutachtens und die Prüfungen der Ganztagsverträge durch die Schulbehörde dienten nur diesem Zweck und hätten nichts damit zu tun, für gute Ganztagsschulen zu sorgen.

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Arbeitszeitordnung Schule: Große Unzufriedenheit mit geringer Leitungszeit

Die Schulleiterinnen und Schulleiter und die übrigen FunktionsträgerInnen an den niedersächsischen Schulen sind unzufrieden mit dem unzureichenden Umfang der Erhöhung der Leitungszeit in der im Mai vom Landeskabinett beschlossenen Arbeitszeitordnung Schule. Bekanntlich wurden 180 Stellen aus der Unterrichtsversorgung umgewidmet und auf die 3.400 niedersächsischen Schulleitungen verteilt. Aus diesem Grunde hatte die GEW der Verordnung nicht zugestimmt und weitere Veränderungen eingefordert.

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