Dienstliche Beurteilung der Lehrkräfte

2007-02-14
Dienstliche Beurteilung der Lehrkräfte
Beschluss des Landesvorstands
Der oben genannte Erlass in der Fassung vom 05.05.1982, geändert vom 17.05.2005 ist zum 31.12. 2006 außer Kraft getreten.
Der seitens des Ministeriums vorgelegte Erlassentwurf unterscheidet sich von dem alten Erlass nur in einem, aber sehr zentralen Punkt.
Die anlassbezogene dienstliche Beurteilung der Lehrkräfte soll in die fast ausschließliche Kompetenz des Schulleiters bzw. der Schulleiterin übertragen werden.
Wenn dies so umgesetzt wird, kommt es zu weiterer Entdemokratisierung und Hierarchisierung in den Schulen.

Neben den generellen Veränderungen der inneren Struktur von Schule kann es aber auch für die einzelnen Kolleginnen und Kollegen zum Nachteil gereichen. Die persönliche Abhängigkeit vom Votum des Schulleiters bei einer Bewerbung um eine Beförderungsstelle kann zu einem nicht angemessenen Anpassungsverhalten führen.

Die GEW hat sich immer dafür eingesetzt, dass demokratische Schulen ausbalancierte Machtverhältnisse benötigen. Der vorliegende Entwurf zielt im Zusammenhang mit dem Gesetz zur Einführung der Eigenverantwortlichen Schule in die entgegengesetzte Richtung.

Die GEW lehnt den vorliegenden Erlassentwurf ab.