Stellungnahme zur Änderung der Verordnung und Erlasse zur gymnasialen Oberstufe und zur Abiturprüfung

2011-09-29
Stellungnahme zur Änderung der Verordnung und Erlasse zur gymnasialen Oberstufe und zur Abiturprüfung
GEW/DGB-Stellungnahme
Der DGB und die GEW nehmen zu den einzelnen Regelungen wie folgt Stellung:

1. VO-GO und EB-VO-GO

Die geplanten Veränderungen sind sinnvoll und passen die Formulierungen von VO und EB den praktischen Gegebenheiten an (vgl. z. B. die Regelungen zur Verweildauer und zum Sporttheoriekurs).

Die Präzisierung „Kalenderwoche“ in Punkt 7 EB-VO-GO dürfte vielen Schulen helfen, mögliche Streitigkeiten mit Eltern(-vertretern) auszuräumen, die die bisherige Formu-lierung „in einer Woche“ z. T. falsch ausgelegt haben.

Der DGB und die GEW wünschen in Punkt 10.9 eine Präzisierung, die in den Ände-rungsentwürfen des MK bisher nicht vorgesehen ist.
Hier sollte es im vorletzten Satz heißen; „…mindestens eine Klausur von der Dauer der Abiturprüfungsarbeit“. Die Formulierung „von Art…“ sollte gestrichen werden, da verschiedene Schulen diese Formulierung so interpretieren, dass die vorbereitenden Klausuren wie die eigentlichen Abiturarbeiten alle in der Qualifikationsphase bis dahin behandelten Themenbereiche behandeln sollen. Einzelne Schulen gehen sogar so weit, dass sie die Vorlage von zwei Themen in diesen Klausuren verlangen. Auch wenn nur einzelne Schulen diese Praxis pflegen, kann eine präzisere Formulierung die Überforderung und Ungleichbehandlung von Schülerinnen und Schülern durch die falsche Interpretation der EB-Formulierung in Zukunft ausschließen.

2. AVO-GOBAK und EB-AVO-GOBAK

In § 17 Absatz 2 Punkt 2 sollte es bei der alten Formulierung „… und höchstens fünf zweistündiger Fächer“ bleiben. Die Reduzierung auf „vier“, wie im Änderungsentwurf vorgesehen, bedeutete eine unnötige Verschärfung für die Schülerinnen und Schüler.

Die geplante Streichung in Punkt 9.5 der EB lehnt die GEW ab. Insbesondere die naturwissenschaftlichen Fächer und das Fach Kunst würden hier benachteiligt, da zeitlich aufwändigere experimentelle bzw. praktische Aufgaben zusätzlich erschwert würden.