Stellungnahme zur „Planung der ‚kleinen Ferien‘ für die Schuljahre 2017 / 2018 bis 2023 / 2024“

2015-02-04
Stellungnahme zur „Planung der ‚kleinen Ferien‘ für die Schuljahre 2017 / 2018 bis 2023 / 2024“
Stellungnahme
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist der Auffassung, dass die Planung von Ferien zuerst nach pädagogischen Kriterien zu erfolgen hat. Der Wechsel von Arbeitsphasen und Erholung sollte für die Schülerinnen und Schüler und auch die Kolleginnen und Kollegen ausgewogen sein. Längere Arbeitsphasen sollten mit Erholungszeiten abwechseln.
Die Variante 2 (Ferienplanung mit Winterferien oder Pfingstferien) lehnt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ab, da hier die gewünschte Ausgewogenheit der Belastungszeit zu wenig berücksichtigt wird:
• Das 2. Schulhalbjahr ist bereits nach der zurzeit geltenden Regelung wegen der verschiedenen Feiertage oft wenig rhythmisiert.
• Viele Schulen führen in dieser Zeit Klassenfahrten durch. Zusätzliche längere Ferienzeiten würden die Planung erschweren.
• Im zweiten Halbjahr finden in vielen Schulformen aufwendige Prüfungen statt (Abschluss-prüfungen Sek I, Abitur), die bei zusätzlichen Ferienzeiten noch schwieriger zu organisieren und durchzuführen wären.
• Ein Wechsel über die Jahre zwischen Winter- und Pfingstferien erschwert schulische und private Planungen zusätzlich.
Besonders in den Schuljahren 2019 bis 2022 verhindern die längeren Pfingstferien eine lernförderliche schulische Arbeitsphase.

Gegen die Umsetzung der Variante 1 spricht, dass die Verlängerung der Halbjahresferien um drei Tage auf Kosten der Länge der Herbstferien ginge, was insbesondere bei frühem Ende der Sommerferien ein Problem werden könnte (vgl. z. B. 2024).
Für eine Verlängerung der Halbjahresferien spricht, dass in der Regel die Phase zwischen den Weihnachts- und den Osterferien recht lang ist, was insbesondere für jüngere Schülerinnen und Schüler ein Problem sein kann.