Verbesserung der Rahmenbedingungen für die berufsbegleitende Qualifizierung von direkten Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern in ein Lehramt

2017-06-15
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die berufsbegleitende Qualifizierung von direkten Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern in ein Lehramt
Beschluss des GEW Landesvorstands
Grundsätzlich gilt für die GEW, dass der Regelweg der Lehrer_innenausbildung für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen die Grundlage für die Einstellung von Lehrer_innen darstellt.

Der Landesvorstand der GEW Niedersachsen wird aufgefordert, darauf hinzuwirken, dass die personellen, institutionellen, finanziellen und zeitlichen Ressourcen für eine berufsbegleitende Qualifizierung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern, die sich am im Vorbereitungsdienst geforderten Niveau orientieren, deutlich erhöht werden. Mittelfristig ist nur noch der Quereinstieg in den Vorbereitungsdienst vorzusehen.

Im Einzelnen sind dies u.a.

1. eine mindestens sechsmonatige Einarbeitungsphase in Doppelsteckung mit der/ dem zuständigen Mentor/in ohne eigenverantwortlichen Unterricht;

2. eine Ausweitung der Qualifizierungsmaßnahme von 18 auf 24 Monate;

3. eine deutliche Erhöhung von Freistellungsstunden der Quereinsteiger_innen von 5 auf 10;

4. eine angemessene Ausweitung der Ausbildungskapazitäten und ggf. von speziellen Qualifikationsmaßnahmen an den Studienseminaren;

5. eine Verteilung der Entscheidungsfindung über die Feststellung der Bewährung von der Schulleitung auf das Studienseminar und die Schulleitung in gleichberechtigter Art;

6. eine Erhöhung von 1 auf 4 Ermäßigungsstunden für Mentor_innen an Schulen, die Quereinsteiger_innen betreuen.