Studien- und Ausbildungsinhalte in der Lehrer*innenausbildung

2017-09-26
Studien- und Ausbildungsinhalte in der Lehrer*innenausbildung
Beschluss der Landesdelegiertenkonferenz
Die GEW Niedersachsen fordert das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und das Ministerium für Kultusangelegenheiten (MK) auf, den Anspruch auf Vollständigkeit der Lehrinhalte im Sinne einer umfassenden Kanonisierung in der Lehrer*innenausbildung aufzugeben. Stattdessen sind Studien- und Ausbildungsinhalte exemplarisch auszuwählen und dementsprechend einzurichten.
In der Lehre ist die Exemplarität des jeweiligen Lehrinhalts zu betonen und ggf. nachzuweisen.
Unabhängig davon orientiert sich die Lehrer*innenausbildung weiterhin an einem hohen qualitativen Standard auf der Grundlage eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen fachlichen, fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Studienanteilen.

Lehr- und Ausbildungsinhalte sind so auszuwählen, dass die Studierenden die Strukturen der jeweiligen Disziplin, die Formen der Erkenntnisgewinnung und ihre spezifischen Methoden erfahren und erfassen, so dass es ihnen möglich wird, sich weitere für die Berufsausübung auf Dauer notwendige Inhalte selbstständig anzueignen.