GEW-Pressemitteilungen

Schulen am 1. Februar im Warnstreik

Tarif- und Besoldungsrunde 2017 bei den Ländern
Streikkundgebung ab 13.00 Uhr in Hannover am Kröpcke

Am 1. Februar beteiligen sich Beschäftigte an Schulen in Niedersachsen an dem von der GEW ausgerufenen Warnstreik.

Da die Arbeitgeber auch in der 2. Verhandlungsrunde am 30./31. 1. 2017 kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben, antworten Beschäftigte an den Schulen mit Warnstreiks, sagte Rüdiger Heitefaut, GEW-Sekretär für Tarifpolitik.
„Die GEW hat ihre Mitglieder an ausgewählten Schulen zu einem Warnstreik am 1. Februar aufgerufen, damit die Arbeitgeber endlich ein Angebot vorlegen ", sagte Heitefaut weiter.
An Schulen in Stadt und Region Hannover, in Braunschweig, Wolfsburg, Peine , Osterode, Osnabrück, Nienburg und Hameln werden sich sozialpädagogische Fachkräfte, Schulsozialarbeiter*innen, Schulassistent*innen und tarifbeschäftigte Lehrkräfte an den Arbeitsniederlegungen beteiligen. Nach Aktionen vor Ort werden sie an einer zentralen Kundgebung der GEW in Hannover teilnehmen. Dort wird ab 13.00 Uhr eine Warnstreikkundgebung stattfinden. Neben Tarifbeschäftigten aus Schulen wird die stv. Landesvorsitzende der GEW, Laura Pooth zu den Streikenden sprechen. 

Hintergrund:
Die Gewerkschaften GEW, ver.di und GdP fordern:

  • Erhöhung der Entgelte im Gesamtvolumen von 6,0% mit einer soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Einführung einer weiteren linearen Erhöhung in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung. Die Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sollen an die bei den Kommunen (TVöD) angeglichen werden.
  • Erhöhung der Auszubildenden- und Praktikantenentgelte um 90€
  • Ausschluss sachgrundloser Befristungen
  • Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.

Das Tarifergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf die Beamt*innen übertragen werden.
Die Gewerkschaften verhandeln bundesweit für 1 Million Tarifbeschäftigte der Länder und rund 2, 1 Mio. Beamt*innen und Versorgungsempfänger*innen.

Tarifbeschäftigte an Schulen in Niedersachsen: ca. 18.000
Beamte im Schuldienst ca. 78.000

Ansprechpartner bei der GEW: Rüdiger Heitefaut 0179/2922394.