Kein Angebot – jetzt Warnstreik am 1. 2. 2017 in Niedersachsen

Die GEW Niedersachsen ruft ihre Mitglieder zu einem ganztägigen Warnstreik am 1. 2. 2017 auf, da die Arbeitgeber der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auch in der 2. Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt haben.
Jetzt gilt es Druck zu machen!

Die zentrale Warnstreikkundgebung findet ab 13.00 Uhr auf dem Kröpcke in Hannover statt. Dort wird u. a. die stv. Landesvorsitzende der GEW, Laura Pooth sprechen.

Der Aufruf ist hier zum Download bereitgestellt.

Lesen Sie auch: Pressemitteilung "Schulen am 1. Februar im Warnstreik"

Kämpferische Mittagspause am 26.1. in Göttingen

Tarifrunde 2017

Route 66: der Weg für bessere Bezahlung beim Land Niedersachsen. Pädagogische Fachkräfte fordern 6,0% in der Tarifrunde 2017 bei den Ländern.

Foto: Rüdiger Heitefaut

 

 

 

Warnstreiks an Schulen in Niedersachsen am 1. Februar wahrscheinlich

Tarif- und Besoldungsrunde 2017 bei den Ländern

In der Tarifrunde für die Länder bereitet sich die GEW auf Warnstreiks vor. Die Arbeitgeber legten in der 1. Verhandlungsrunde am 18.1.2017 kein Angebot vor.

Sollte in der 2. Verhandlungsrunde am 30./31. Januar keine Einigung erzielt werden, so würden die Beschäftigten an den Schulen mit Aktionen und Warnstreiks deutlich auf ihre Forderungen hinweisen, sagte Rüdiger Heitefaut, GEW-Sekretär für Tarifpolitik. „Die GEW wird dann am 1. Februar mit Warnstreiks an ausgewählten Schulen in Niedersachsen eine passende Antwort geben", so Heitefaut weiter. An den Schulen können sich sozialpädagogische Fachkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und tarifbeschäftigte Lehrkräfte an Arbeitsniederlegungen beteiligen.

Hintergrund:
Die Gewerkschaften GEW, ver.di und GdP fordern für die Tarif- und Besoldungsrunde bei den Ländern 2017:

  • Erhöhung der Entgelte im Gesamtvolumen von 6,0% mit einer sozialen Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Ein¬führung einer weiteren linearen Erhöhung in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung. Die Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst soll an die bei den Kommunen (TVöD) angeglichen werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.
  • Erhöhung der Auszubildenden- und Praktikantenentgelte um 90€
  • Ausschluss sachgrundloser Befristungen

Das Tarifergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf die Beamt*innen übertragen werden. Die Gewerkschaften verhandeln bundesweit für insgesamt 800.000 Tarifbeschäftigte der Länder (außer Hessen) und rund 2, 1 Mio. Beamt*innen und Versorgungsempfänger*innen.

Tarifbeschäftigte an Schulen in Niedersachsen: ca. 18.000
Beamte im Schuldienst ca. 78.000

Ansprechpartner bei der GEW: Rüdiger Heitefaut 0179/2922394

THEMA: Länder-Tarifrunde 2017

Tarifrunde 2017 – das geht uns alle an!

Download: THEMA: Länder-Tarifrunde 2017 (PDF)

Aktionstag zu Weihnachtsgeld und Tarifrunde 2017

Öffentlicher Dienst

„Verhandeln statt verordnen" lautete das Motto des Aktionstages von GEW, GdP und Verdi am 9. Dezember 2016 in Hannover. Rund 300 Teilnehmende kamen am Nachmittag zu einer Kundgebung in die Landeshauptstadt, um die Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes und spürbare Verbesserungen durch die anstehenden Tarifverhandlungen zu verlangen.

Weiterlesen: Aktionstag zu Weihnachtsgeld und Tarifrunde 2017